Die 6 besten Schrittzähler im Test

Montag, 23. Juli 2012

Schrittzähler - auch Pedometer genannt - wurden ursprünglich von Laufsportlern eingesetzt, die ihre gelaufenen Strecken anhand gezählter Schritte und gemessener Schrittlänge ermitteln wollten. Dies war natürlich in einer Zeit vor Google Maps, Joggingwebsites und GPS Sportuhren, die heute eine professionellere Messung der Laufstrecke ermöglichen. Für den herkömmlichen Amateurgebrauch sind Schrittzähler aber ein durchaus brauchbares Instrument. Bei Trendsportarten wie Nordic Walking kann die Laufleistung aufgezeichnet werden und bei modernen Schrittzählern anschließend sogar am Computer ausgewertet werden.

Viele nutzen Pedometer auch in einer Diät, um die täglich notwendige Mindestbewegung zu kontrollieren. So kann man sich zum Beispiel als Ziel setzen, jeden Tag 10.000 Schritte zu laufen. Für die meisten ein Ansporn, auch einmal auf den Fahrstuhl zu verzichten und die Treppen in den dritten Stock zu nehmen, weil man sonst nicht auf das Schrittpensum des Tages kommt. Hinzu kommt die vereinfachte Auswertung, denn nicht nur Schritte werden gezählt, sondern auch verbrauchte Kalorien ermittelt. Schrittzähler liefern somit einen eindeutigen Motivationsschub, der sogar in Studien nachgewiesen wurde. Die an der Stanford University durchgeführte Studie ergab außerdem, dass die teilnehmenden Probanden durch die Schrittzähler nicht nur Gewicht verloren, sondern auch ihr Blutdruck und damit das Herzinfarktrisiko sank.

In unserem Schrittzähler Test stellen wir die besten Pedometer vor. Dabei kann man einen guten Schrittzähler an den folgenden Punken festmachen. Zunächst ist natürlich die Genauigkeit des Schrittzählers ein entscheidendes Kriterium. Dabei gilt es vor allem die Fehlerquote gering zu halten. Je nach Messverfahren können Fehler entstehen, wenn Bewegungen fälschlicherweise als Schritte interpretiert werden. Diese Fehlerquote muss entsprechend minimal sein. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Features. Wieviele Daten lassen sich speichern und wie gut kann man diese auswerten? Gibt es vielleicht eine Schnittstelle oder Software für den Heimcomputer? Zuguterletzt ist natürlich auch die Größe und das Gewicht eines Pedometers nicht ganz unerheblich. Gerade beim Laufsport sollte zusätzliches technisches Equipment nicht stören. Anhand dieser 6 Kriterien und der persönlichen Meinung der Kunden wurden die folgenden 6 Schrittzähler als beste Modelle bewertet.

POLAR Activity Tracker Loop

Der schicke Activity Tracker Loop wird dem neuen Trend eines Fitnessarmbandes gerecht. Große, störende Schaltflächen findet man hier nicht. Das Armband ist angenehm zu tragen und stört im Alltag oder beim Sport nicht. Der Loop ist vor allem für längere Messungen ausgerichtet. 4-5 Tage Messungen ohne Aufladen sind kein Problem. Aufladbar ist der Tracker u.a. mit Netzteilen von Apple und Samsung. Gelobt wird von Kunden insbesondere die Messgenauigkeit, die das Fitnessarmband an den Tag legt. Hier schlägt er viele Konkurrenten. Zudem kommt der gute Preis. Er misst neben der Aktivität (das müssen nicht immer Schritte sein) den Kalorienverbrauch und die Uhrzeit. Ferner positiv zu bemerken ist, die Robustheit des Armbandes. Schwimmen, Klettern oder Joggen, sind kein Problem. Der Loop kann mit dem Pulsgurt/ Herzfrequenzsensor H6 und H7 von Polar kombiniert werden. Der Loop ist wasserdicht. Ferner unterstützt Polar die Auswertung mit Apps für Android und Apple. Die Softwarelösungen werden dabei aber teilweise als unübersichtlich beschrieben. Ferner etwas komplizierter ist die Kürzung des Armbandes. Hier ist zu empfehlen, sich genau an die Anleitung zu halten.

Urteil:
  • Tragekomfort und Design
  • Messgenauigkeit
  • Verwendung mit dem Pulsgurt H6 und H7von Polar
  • Robustheit und wasserdicht
  • Preis-Leistung
  • Softwarenutzung
  • Kürzung des Armbandes

Fitbit Schrittzähler Fitness-Tracker Flex

Der Flex von Fitbit ist der Trendsetter und definierte sich als eines der ersten Produkte als Fitnessarmband. Sicherlich ist der Flex einer der bekanntesten Fitnessarmbänder/Schrittzähler. Neben Kalorienverbrauch, Schrittzähler und Fitnesszieldefinitionen misst der Flex die Qualität des eigenen Schlafs. Ein wichtiger Wert in der Fitnesswelt, was ein Pluspunkt des Fitbit ist. Die Akkuleistung des Flex hält ca. 6 Tage. Viele Kunden sind mit der Messleistung des Flex zufrieden. Oft wird aber auch eine gewisse Ungenauigkeit der Messungen bemängelt. Der Flex wird als wasserdicht beschrieben, dies sollte man aber nicht auf die Nagelprobe bringen. Die Bedienung und Auswertungsmöglichkeiten werden als sehr gelungen beschrieben.

Urteil:
  • Misst neben Kalorienverbauch und Aktivität auch die Schlafqualität
  • Tragekomfort und Design
  • Software
  • Akku/pro]
  • Messgenauigkeit
  • nicht immer wasserdicht

Garmin Fitnessband Vivosmart

Der Vivosmart von Garmin ist augenscheinlich einer der teueren Activity Tracker. Garmin spendiert hier allerdings auch ein Fitnessband vollgestopft mit Technik. Neben Kalorien, Schritte und Zielerreichungsgrad (Zielerreichungen werden per Vibration übermittelt) kann der Vivosmart über den Schlafmodus die Schlafqualität messen. Im Schlaf verbraucht man sehr viele Kalorien! Ferner ist der Vivosmart ein absoluter Hingucker. Insgesamt kommt der Garmin sehr gut weg. Die Messgenauigkeit wird von dem meisten Kunden als gut bis sehr gut beschrieben. Kleinere Abweichungen z.B. beim Badminton oder Fahrradfahren kann es immer geben. Diese sind allerdings interpretierbar/berechenbar. Ferner sind die Daten gut ablesbar und der Tragekomfort sehr hoch. Die Einrichtung des Geräts ist ebenfalls einfach und schnell gemacht. Einzig zu beachten ist, für die Auswertung ist ein Garminkonto zu erstellen. Zwar kann dies über Apps gesteuert werden. Die eigentliche Auswertung findet wiederum auf dem Konto statt. Eine Internetverbindung ist somit Pflicht. Ferner wird öfters die Bluetoothkopplung bemängelt.

Urteil:
  • Tragekomfort, Display und Design
  • Misst neben Kalorienverbauch und Aktivität auch die Schlafqualität
  • Messgenauigkeit
  • Robustheit und wasserdicht
  • Bluetooth- und Internetverbindung
  • Garminkonto notwendig

Omron Walking Style Three

Omron bietet mit dem Walking Style Three ein besonders leichtes (nur 19g) und kleines Gerät, welches problemlos überall am Körper angebracht werden kann und bei Bewegung in keinsterweise störend auffällt. Die Messung des Schrittzählers ist sehr präzise, da er mit 2-Sensor Technologie und nicht nach Erschütterung misst. Neben der Zählung von Schritten berechnet das Walking Style Three nach Eingabe von Körpergewicht und -größe auch den Kalorienverbrauch und Körperfettabbau. Natürlich ist auch die Dauer des Laufes und die zurückgelegte Distanz ablesbar. Insgesamt lassen sich Daten bis zu sieben Tage speichern. Als besonderes Features gibt es die sogenannten Walking Events. Das sind selbsdefinierte Zeiträume, in denen die Daten gesondert ausgewertet werden können, z.B. beim Gang von der Haustür zur Bushaltestelle.

Urteil:
  • leicht zu konfigurieren
  • klein und leicht
  • hohe Zuverlässigkeit, misst Erschütterungen nicht als Schritte
  • auch für Jogging geeignet
  • Berechnung verbrauchter Kalorien und Körperfett
  • "Walking Events": Messen von selbst definierten Zeitspannen
  • Hersteller gibt 3 Jahre Garantie
  • Clip verbesserungswürdig
  • sollte fest am Körper angebracht werden, nicht locker in der Hosentasche liegen
  • Anzeige startet erst nach ein paar Sekunden (Schritte werden aber von Anfang an mitgezählt)

Fitbit Fitness Tracker Ultra

Der Fitness Tracker Ultra von Fitbit ist der teuerste Schrittzähler in unserem Test. Dafür bietet er hingegen einiges mehr an Features. Zunächst erfolgt auch hier die exakte Schrittmessung über einen 3D Sensor. Zusätzlich verfügt dieser Zähler aber auch noch über einen Höhenmesser. Somit erfasst der Tracker nicht nur die Schritte, sondern zum Beispiel auch gelaufene Stockwerke. Ein weiteres Plus ist das Tracking im Schlaf. Das Gerät wertet Ruhephasen aus, indem es misst, wie lange man schläft und wie oft man in der Nacht wach wird.

Weiterhin positiv ist der komplett kabellose Ansatz. Zunächst werden keine Batterien benötigt, da dieses Modell über eine Ladestation aufgeladen werden kann. Dabei reicht der Akku je nach Gebrauch etwa 1 Woche, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Und auch die mitgespeicherten Daten lassen sich drahtlos übertragen und direkt in eine eigens erstellte Onlinecommunity hochladen und auswerten. In der Community holt man sich zusätzliche Motivation durch Auszeichnungen oder den Vergleich mit anderen Nutzern. Über zusätzliche Apps ist es ebenfalls möglich, seine Ernährung zu tracken und Erfolge zu kontrollieren.

Urteil:
  • 3D Sensor
  • misst auch Höhenunterschiede, also Stockwerke
  • Daten kabellos ins Internet hochladen und auswerten
  • Motivation durch Onlinecommunity (z.B. durch Verdienen von Abzeichen)
  • Schlaftracking
  • keine Batterien benötigt, mitgelieferte Ladestation
  • qualitativ hochwertig
  • Gewicht (nur 12g)
  • Preis

Silva Uni Schrittzähler Ex 30 und Ex 30 Connect

Dieser Schrittzähler nutzt 3D-Sensortechnologie um die Bewegung, also die Schritte, zu erfassen. Durch diese Technik kann der Sensor überall getragen werden, auch zum Beispiel in einer Tasche. Der Speicher zeichnet immer für jeweils sieben Tage auf. Neben den Schritten und der Entfernung zeigt das Gerät auch den Kalorienverbrauch an und hat eine Timerfunktion. Der Ex 30 Connect hat darüber hinaus noch eine USB-Anschlußstelle, so dass Daten eines ganzen Monats ausgewertet können. Dazu kann man seine Daten direkt auf die Internetseite des Herstellers hochladen und seine Leistungen mit der von anderen Usern vergleichen.

Urteil:
  • 3D Sensor zur präzisen Erfassung der Schritte (97% Genauigkeit)
  • überall tragbar, auch in Taschen, muss nicht fest am Körper anliegen
  • Display beleuchtet
  • Ex 30 Connect: USB Anschluß für Auswertung am PC
  • Motivation: Ergebnisse ins Web hochladen und sich mit anderen Nutzern messen
  • klein und leicht
  • nicht wasserdicht, auch bei Schweiß aufpassen
  • Batteriewechsel löscht Schritte des aktuellen Tages
  • Abdeckung bei der Connect Version minderwertiger als beim normalen Ex 30
  • Halsband öffnet sich zu leicht
  • Auf das Modell achten. Nur der Ex 30 Connect hat die Möglichkeit Daten am PC auszuwerten.

Omron Walking Style Pro

Das zweite Modell des Herstellers Omron in unserem Test ist das Walking Style Pro. Ähnlich wie das Walking Style Three basiert auch dieses Gerät nicht auf Erschütterungen und misst somit ziemlich präzise die Schrittleistung. Ein weiterer Vorteil dieses Geräts ist die Erkennung eines gleichmäßigen Gehtempos und das automatische Umschalten in den sogenannten Aerobicmodus. Neben dem Speicher der letzten sieben Tage, der über das Display abrufbar ist, kann man die Daten der letzten 41 Tage vom Gerät über das mitgelieferte USB Kabel herunterladen und anhand der ebenfalls mitgelieferten Software am PC auswerten. Über die Software können dann Schrittzähler und Blutdruckmessgeräte von Omron kombiniert und ausgewertet werden.

Urteil:
  • einfache Bedienung
  • hohe Zuverlässigkeit, misst Erschütterungen nicht als Schritte
  • Berechnung verbrauchter Kalorien und Körperfett
  • gut leserliche Schrift im Display
  • Datenspeicher bis 41 Tage
  • Hersteller gibt 3 Jahre Garantie
  • Auswertung am PC: USB Kabel und Software inklusive
  • keine eigendefinierten Strecken, zählt die Schritte täglich und setzt um Mitternacht zurück auf 0 Schritte
  • Anzeige nicht beleuchtet
  • Gerät kann man nicht ausschalten

newgen medicals Pedometer

Dieses Modell funktioniert ebenfalls über einen 3D-Sensor. Zusätzlich kann man die Empfindlichkeit auch noch selbst justieren. Das Gerät ermittelt die Laufgeschwindigkeit und passt zu die Berechnung des Kalorienverbrauchs automatisch an. Er ist einer der günstigsten Schrittzähler, der zuverlässige Daten erfasst. Dafür gibt es leider keine Möglichkeit, die Daten an den PC zu übertragen und auszuwerten.

Urteil:
  • leicht zu konfiguieren
  • präziser 3D Sensor
  • 14 Tage Speicher
  • Batteriesparmodus bei Inaktivität
  • Preis
  • keine Schnittstelle zur Auswertung am PC

Omron Jogstyle

Im gehobenen Preissegment bei etwas über 50 Euro präsentiert sich das dritte Modell von Omron, der Jogstyle. Genau wie die anderen Omron Modelle ist die Messung der Schritte sehr zuverlässig. Als besonderes Zusatzfeature ist hier die Speicherung von bis zu 7 Trainingseinheiten zu erwähnen.

Urteil:
  • sehr einfach zu bedienen
  • zuverlässige Messung
  • ermittelt Kalorien- und Fettverbrauch
  • 7 separate Trainingseinheiten
  • schickes Design
  • keine Übertragung der Daten auf den PC möglich
  • Ein- / Ausschalten nicht möglich
Quellennachweis:
Foto: Johannes_wl / flickr

Nachtrag: Einen Auszug unseres Tests in verkürzter Form findet ihr auch hier: http://www.fitnessexperten.net/fachartikel/testbericht/schrittzaehler-test-106.

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